Menschen, die mich gut kennen, würden sagen, dass ich wirklich komisch bin. Aber ich denke, das denkt sich auch jeder Mensch, der gerade bei mir im Flugzeug sitzt. Um euch die ganze Situation ein wenig genauer zu schildern: Es ist je nach Land, in Deutschland 6 Uhr morgens, in Mexiko 23 Uhr und an meinem aktuellen Standort halb 2 nachts. Ich sitze im Langstreckenflug nach London, hab etwas mehr als die Hälfte hinter mir und starte soeben auf den Atlantik. Ich bin wirklich richtig müde, kann aber trotzdem nicht schlafen. Schade. Aber naja, jetzt sitze ich eben schräg über zwei Sitze mit meinem Laptop und halte den Moment für die Nachwelt fest. Ich möchte euch nur ungerne darüber informieren, aber ich habe gerade freiwillig mein Physikzeug ausgepackt und angefangen zu lernen. Auch wenn ich mich lieber so fühlen würde wie ein Mitreisender unserer Gruppe (quer auf 4 Sitze ausgestreckt, schlafend ( Bild folgt )), habe ich jetzt wenigstens schon was für die Schule gemacht.
Nun ja, so geht es also vorbei. Die große Reise. 6 Wochen voller neuer Erfahrungen, meine ersten Flüge, mein zweiter Kontinent, das erste Mal, dass ich mit Muttersprachlern Spanisch rede. Ich kann bis zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht realisieren, dass das passiert ist. Es fühlt sich nicht so an, als wäre ich tausende Kilometer entfernt von Zuhause, beinahe wie in einer anderen Welt, gewesen. Und trotzdem, ich hab jetzt schon das Gefühl, dass ich Guadalajara jeden einzelnen Tag vermissen werde, der folgt. Nicht nur die einzigartige Sprache, sondern auch die unglaublich liebevollen Menschen, die ich jeden Tag dort erleben durfte. Ich will am liebsten wieder umkehren und dortbleiben (was ich meiner Familie natürlich nicht antue 😉). Ich höre jetzt schon spanische Musik, weil ich gar nicht aufhören will, spanisch zu reden, und ich befürchte, dass ich das auch nicht tun werde, also jetzt schon mal eine dicke Entschuldigung an alle, die mich die nächsten Wochen ertragen müssen, denn da werde ich schon das ein oder andere spanische Wort ins Deutsche einfügen… Über die Sprache an sich muss ich sagen, dass ich tatsächlich sehr stolz bin, da ich zumindest aus meinem Blickwinkel mit meinem Spanisch doch echt große Fortschritte gemacht habe. Obwohl, vermutlich mehr mit meinem „Spenglisch“, wie es meine Gastmutter nannte, denn wir hatten oft auch Englisch geredet, weil der Vater aus Irland kommt. Also hab ich gleich zwei Sprachen auf einmal aufgebessert.
Über die Reise bisher, der Kurzstreckenflug nach Dallas war sehr entspannt, aber irgendwie hat es der Flughafen dort wohl in sich, wir hätten zwei Mal beinahe unsere Anschlussflieger, also der eine in dem wir jetzt sind, verpasst. Oft reichen eben 1,5 Stunden Umsteigezeit eben doch nicht ! Aber jetzt sind wir alle froh und guten Mutes auf das nächste Ziel, London, wo wir gemütliche 2,5 h haben. Das Abendessen ließ sich auch aushalten, denn da bei mir das Mittagessen am Flughafen nicht sehr üppig war, treibt der Hunger dann doch zu ziemlich viel … Spaß :D, eigentlich war es nicht so schlimm. Jedenfalls hab ich noch… 8 Stunden bis Deutschland. Also am Allermeisten freue ich mich Zuhause auf mein Bett, ist ja klar. Zumindest wenn das hier so weitergeht mit dem Wachbleiben. Haha. Ich hoffe jetzt nur, dass in London alles gut geht und wir alle gesund wieder nach Hause kommen, denn das ist zunächst das Wichtigste!
So, nachdem ich das zwei Tage später und ausgeschlafen lese, muss ich mal ernsthaft nachdenken, was denn da passiert ist. Flüge stellen mit einem Sachen an… Schlimm. Okay, okay, zurück zum Interessanten, vor ungefähr 24 Stunden bin ich nach Hause gekommen und hab glücklich mein Bett … – Nein, das wars nicht… Achso, meine Familie – begrüßt. Nach dem gemeinsamen Essen und dem Geschenke austauschen bin ich aber dann wirklich glücklich in mein Bett geflüchtet, und heute, nach 15 Stunden Schlaf, kann man dann auch wieder was mit mir anfangen. Morgen geht´s dann wieder in die Schule und somit wieder in den Alltag. Das wars dann also mit 6 Wochen entspannen. Ich will zurück!! Natürlich nicht nur wegen der freien Zeit 😉. Um diesen Blog nun gebührend abzuschließen: Falls jemand noch Fragen oder Kommentare (dazu) hat, darf sich auch gerne bei mir melden, ansonsten vielen Dank an Alle, die hier vorbeigeschaut haben, und ich hoffe sehr, dass euch mein kleiner Bericht gefallen hat, y hasta luego!







































