5/6 der geplanten Zeit sind nun vergangen, ziemlich genau eine Woche bleibt mir noch. Obwohl ich noch nicht ganz am Ende dieser wundervollen Reise angelangt bin, muss ich mache ich mir doch schon Gedanken über den Abschied. Vieles wird sehr schwer sein, das hinter mir zu lassen. Um aber jetzt niemand traurig zu machen, werde ich das noch um eine Woche verschieben 🙂 Allerdings muss ich mir auch eingestehen, dass ich mich auch durchaus darauf freue, „endlich“ wieder nach Hause zu kommen. Ich merke erst anhand dieses Aufenthaltes, wie man doch jene bewundern kann, die Monate oder sogar Jahre außerhalb ihres Zuhauses verbringen. Ich vermisse schon nach wenigen Wochen meine bekannte Umgebung, ein stückweit meinen geregelten Alltag, meine Familie (besonders, dass ich zum Beispiel einen Geburtstag nicht mitfeiern konnte), natürlich auch meine Freunde, meine Instrumente, Daheim eben.
Was ich aber eigentlich hier einbringen wollte, ich habe noch gar nichts von den mexikanischen Feiertagsbräuchen berichtet. Nachdem nun alles zum größten Teil vorbei ist, werde ich das nun in Angriff nehmen. Der heilige Abend ist nicht nur in Deutschland, sondern auch hier inzwischen aufgrund der Geschenke viel beliebter geworden als das eigentliche Weihnachtsfest am 25. Hier in Mexiko ist es wohl üblich, die Feiertage mit Freunden und Familie zu verbringen, weshalb wir am 24. zum Truthahn – Essen einluden und am darauffolgenden Tag bei einigen Freunden zum Lammbraten – Essen trafen. Beides jetzt nicht so zu 100 % mein Geschmack, wie man sich denken kann 😉 aber dennoch war es schön, die Festtage in etwas größerer Gesellschaft zu verbringen, zu reden und zu essen. Als nächstes Ereignis, zu Silvester muss ich leider sagen, dass ich das in Deutschland sogar einen Ticken schöner finde, hier wird zwar die spanische Tradition durchgeführt, dass man zum 0 Uhr Schlag auf jeden Glockenschlag eine Traube isst, und zwar 12 davon, für jeden Monat eine. Und dabei denkt man an Wünsche, die man an das neue Jahr hat. Finde ich an sich zwar eine nette Sache, jedoch bringt auch das nichts, wenn man erst 2 Minuten nach Mitternacht anfängt, weil alle es vercheckt haben (Und ich dachte noch, wenigstens an Silvester könnte man mit der Pünktlichkeit der Mexikaner rechnen…). Hier gab es zwar auch ein zelebrierendes Feuerwerk, was auch über dem Meer ganz schön anzuschauen war, jedoch ging das keine 15 Minuten und aus dem Grund, und weil man hier nichtmal den Countdown laut runterzählt, da komm ich als deutsche gar nicht richtig in Neujahrsstimmung. Aber so ist das eben, wenn man schon alles einmal woanders ausprobiert. Nach Glückwünschen und erneutem Lammessen ging es dann aber auch relativ unspektakulär um nicht einmal 1 Uhr ins Bett. Nun der letzte Feiertag, den ich hier erlebte: Die heiligen drei Könige. Weil aber meine Familie sich nicht wirklich eng an ihren katholischen Glauben hält, passierte bei uns Zuhause am 06. Januar gar nichts, erst heute in der Schule wurde das Fest angesprochen. Wie ich es aus meiner Kindheit kenne, gab es einen Zopf für jeden Schüler und in einem war eine kleine Figur versteckt. Aber nachdem dann jeder ein Stückchen hatte, ging es wieder ganz normal zurück in den Unterricht. Um aber nun das Ganze etwas zu veranschaulichen, hier erst einmal ein paar Bilder vom aktuellen Geschehen:
Wie eigentlich schon selbst zu sehen, lass ichs mir ganz schön gut gehen. Nachdem mein letzter Beitrag an Silvester kam, verbrachten wir noch 8 weitere schöne Tage am Strand, bis wir schließlich aufgrund vom Ferienende hier zurück in die Stadt zurückkehren mussten. Wie man in den oberen beiden Bildern sieht, war es auch am Strand nicht allzu langweilig, zwischen Smoothie, Kartenspiel & Tacos konnte ich mir doch noch die ein odere andere braune Farbe abholen… Dann sieht man wenigstens, dass ich meine Zeit auch mal draußen verbringe 🙂 Aber auch wieder hier daheim kommt frühstücken gehen (links), lernen (Mitte) und Geburtstagfeiern (rechts) nicht zu kurz. Auch wenn Hund Chiwi lieber mit mir Kuscheln würde und sich protestierend auf mein Mathebuch legt, ein wenig zum lernen komme ich zwischendurch doch hin und wieder. Zu jedem Vergnügen gehört eben nun mal auch die Pflicht. Jetzt wünsche ich euch aber noch eine schöne Restwoche und hoffentlich sehen wir uns ganz bald wieder.




